Zugfahrt zur M18-Demonstration!

Allen Menschen aus Trier die am 18. März zur Demonstration nach Frankfurt fahren wollen empfehlen wir den Zug um 9:32 Uhr von Gleis 13 Süd!*

Der Zug kommt dort planmäßig um 12:49 Uhr und somit pünktlich zur großen Kundgebung um 14 Uhr an.

Lasst uns gemeinsam nach Frankfurt fahren und dort unseren Protest gegen Deutschland und die kapitalistischen Verhältnisse auf die Straße tragen!

*Für alle Menschen die an den Blockaden teilnehmen wollen empfehlen wir die Anreise am Vortag.

Veranstaltungsreihe im März!

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Die Autonome Antifa Trier lädt euch ein zur fortlaufenden Veranstaltungsreihe „…and now for something completely different„¹

Die Reihe startet am 06. März mit einem Mobi-Vortrag und anschließender Diskussion zu den antikapitalistischen Protesten am 18. März in Frankfurt. Wenn ihr wissen wollt, warum sich antikapitalistischer Protest ausgerechnet gegen die EZB richtet und was an Protestaktionen für den 18. März in Frankfurt geplant ist, kommt zum Vortrag am Freitag, 6. März, 18:00Uhr im Infoladen Trier. Zu Gast sind VertreterInnen des UmsGanze Bündnis. Dort erfahrt ihr auch weitere Infos zur Anreise der Demonstration.

nyzestlDie darauf folgende Veranstaltung ist ein Workshop zur Kapitalismuskritik den wir selbst organisieren. Wir wollen uns am Samstag, den 14.03. einen Tag lang mit der Kritik der politischen Ökonomie und ihren Folgen für die Gesellschaft in der wir leben befassen. Wir laden euch daher herzlich ein um 15 Uhr in die Scheinbar Trier zu kommen und mit uns zu lesen und diskutieren. Es wird einen Workshop für Einsteiger*innen und einen weiteren Workshop geben. Weitere Infos folgen zeitnah. Bitte meldet euch an unter: wstrier@web.de

1: https://de.wikiquote.org/wiki/Monty_Python%27s_Flying_Circus

 

 

 

Neonazi Kundgebung in Trier-Euren!

1545006_646221255434717_920300805_nHogesa, Bogida, Pegida… und kein Ende in Sicht. Derzeit marschiert wieder mal der rassistische Mob durch die Straßen. In Dresden gingen am vergangenen Montag ca. 15000 sogenannte besorgte “Patrioten” auf die Straße, in München wurde letzte Woche ein Ehepaar von Nazi-Schlägern krankenhausreif geschlagen und in Vorra wurden drei Refugeeunterkünfte angezündet. In Saarbrücken organisierten stadtbekannte Nazis unter dem Deckmantel “Saarländer gegen Salafisten” eine Kundgebung und auch in Trier versucht die lokale NPD aus der rassistischen Stimmung Profit zu schlagen.

Die NPD Trier hat für kommenden Freitag, den 19. Dezember, eine Demo im Stadtteil Euren angemeldet. In Euren befindet sich die Außenstelle der „Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende“. Erst vor Kurzem beschwerten sich Anwohner_innen sowie der Eurener Ortsvorsteher in der regionalen Presse über die vermehrte Anzahl von Flüchtlingen in ihrem schönen Vorort. In bester rassistischer Manier wütete der Vorort-Mob gegen die Bewohner_innen der Aufnahmeeinrichtung. Kein Wunder, dass sich Babic und Konsorten diese Chance nicht nehmen lassen, ein weiteres Mal eben diese rassistische Stimmung weiter zu befeuern.

Kommt am Freitag nach Euren!
Anlaufpunkt: Kundgebung Buntes Trier ab 17.00 Uhr an der Sportanlage in der Eurener Straße / Im Speyer.

Refugees Welcome – Nazis und Rassist_innen gemeinsam und solidarisch entgegentreten!

Kundgebung gegen Verschwörungswahn

Am 01. September 2014 findet in Koblenz eine Kundgebung gegen die neurechten Mahnwachen und den Verschwörungstheoretiker Jürgen Elsässer statt. Dieser will am 01.09. an der Koblenzer “Montagsdemo” teilnehmen. Die Kundgebung mit dem Motto „Gegenwind dem Verschwörungswahn – Kundgebung gegen Rechts“ beginnt um 16 Uhr am Görresdenkmal in den Koblenzer Rheinanlagen. Im folgenden der Aufruf des „Aktionsbündnis gegen Rechts Koblenz“:

„Am 1. September 2014 findet in Koblenz am Rhein eine neurechte Veranstaltung statt. Hierfür hat sich der für seine antisemitschen und homophoben Aussagen bekannte Jürgen Elsässer und weitere Redner der neurechten Szene angekündigt. Bereits seit Monaten wird in Koblenz bei den sogenannten „Friedenspartys“ ein kruder Mix aus Antisemitismus, Verschwörungstheorien und Homophobie verbreitet. Dagegen hat sich das „Aktionsbündnis gegen Rechts“ in Koblenz gegründet.

Tatsächlich haben die „Friedenspartys“ oder „Friedensfeste“ mit Frieden nichts zu tun, denn auf diesen wird eine verkürzte Sicht auf die Welt vermittelt und Hass geschürt. Bundesweite Aufmerksamkeit erregte die „Friedensveranstaltung“ als einer der Veranstalter die Protokolle der Weisen von Zion, eine antisemitische Hetzschrift, als schriftlichen Beweis für eingebildete jüdische Weltverschwörung heranzog. Wegen solcher Entgleisungen und massiver interner Streitigkeiten über die inhaltliche Ausrichtung beklagt die Friedensdemo zunehmend sinkende Teilnehmerzahlen. Offensichtlich versuchen die Koblenzer Veranstalter aus diesem Grund nun mit Jürgen Elsässer einen der bundesweit bekanntesten Redner der neurechten Szene an Rhein und Mosel zu bringen. In seinen Reden und Artikeln hetzt der Autor Elsässer gegen alles, was seiner Vorstellung von Familie nicht entspricht, vor allem Homosexuelle. Weiterhin liefert er einfache Antworten und erfindet Sündenböcke für die Konflikte der Welt.

Das Aktionsbündnis gegen Rechts Koblenz wehrt sich gegen diesen neuen Rechtsruck. Deswegen rufen wir für den 01.09.2014 ab 15 Uhr am Görres – Denkmal (Koblenzer Rheinanlagen) zu einer zentralen Gegenkundgebung auf. Wir erklären uns mit allen solidarisch, die mit uns demonstrieren.“

Indymedia: NPD unterstütze Pro Palästina-Demo

Wie einem Bericht auf Indymedia zu entnehmen ist, fand am vergangenen Freitag in Trier eine Pro-Palästinensische Demonstration statt, die auch von der NPD Trier – konkret Safet Babic und Marcel Falter – aktiv unterstützt wurde:

Safet Babic in der Demonstration

Rund 100 DemonstrantInnen zogen am Freitag Mittag durch die Trierer Innenstadt um ihre Verbundenheit mit den PalästinenserInnen zu bekunden. Mit dabei waren auch NPD-Chef Safet Babic und der Neonazi Marcel Falter aus Großlittgen bei Wittlich. Beide trugen Polohemden der NPD Trier und führten eine schwarzen Fahne. Babic verteilte eigene Flyer – die ihrerseits allerdings kein Logo der NPD zeigten. AntifaschistInnen wurden antisemitisch beleidigt und bedroht.

Parolen wie „Kindermörder Israel“, „Zionisten sind Faschisten“ und „Allahu akbar“ ließen keinen Zweifel an der inhaltlichen Ausrichtung der Versammlung. Zunächst begleiteten lediglich zwei FahrradpolizistInnen die Menge. Am Kornmarkt fand schließlich die Abschlusskundgebung statt, bei der Babic und Falter lange Zeit weiterhin mitten unter den DemonstrantInnen standen.

Eine halbherzige Distanzierung von der NPD…

Einzelne Verantwortliche der Versammlung distanzierten sich zwar auf Nachfrage gegenüber AntifaschistInnen von den beiden Neonazis. Babic und Falter wurden am Ort der Abschlusskundgebung aufgefordert die Versammlung zu verlassen – und standen schließlich wenig Meter neben die Versammlung. Trotzdem unterhielten sich einige TeilnehmerInnen weiterhin angeregt mit den beiden NPDlern. Eine öffentliche Distanzierung von der NPD, etwa in Form einer Durchsage per Megafon, blieb aus.

…ein antisemitischer Mob…

Nach Abschluss der Kundgebung entfernte sich Babic zusammen mit einer Familie, die vorher an der Demo teilgenommen hatte. Als AntifaschistInnen die Familie drauf aufmerksam machten, dass sie mit einem Nazi durch die Innenstadt spazierten, rief Babic, dass es sich bei den AntifaschistInnen um „Freunde Israels“ handle und sie lieber zur Synagoge gehen sollten. Dieser Hinweis versetze einen etwa 40-50 jähriger Mann der Personengruppe dermaßen in Rage, dass er begann die AntifaschistInnen zu beleidigen und zu bedrohen. Auf Höhe des Heuschreck-Brunnens am Ende der Fleischstraße blieben beide Gruppen stehen. Während sich Babic und Falter im Hintergrund hielten, wuchs die agressiv auftretende Pro-Palästinagruppe weiter an und überzog die AntifaschistInnen mit antisemitischen Schmähungen. Der ebenfalls hinzugekommene mutmaßliche Anmelder der Demo wollte gar wissen, ob die AntifaschistInnen „Juden oder Linke“ seien.

…und eine überforderte Polizei.

Trotz hinzukommender Polizeikräfte, wurde die Lage für die AntifaschistInnen immer bedrohlicher, so dass sie sich auf Anraten eines Polizisten – man wolle hier schließlich keine „Massenschlägerei“ – entfernten. Zuvor erstatte allerdings noch jemand aus der Pro-Palästinagruppe eine Anzeige gegen einen Antifaschisten. Er habe angeblich gedroht die anwesenden Kinder umzubringen; in Wahrheit wurde den AntifaschistInnen fortlaufend unterstellt palästinensische Kinder zu massakrieren.

Antifa-Filmabend mit „161>88“ am 18. Juni

Am 18. Juni 2014 zeigen wir im Infoladen (Hommerstr. 14, Trier-Süd) den Film „161>88„, eine Doku über tschechische Antifas. Der Film beginnt um 20 Uhr.

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Der Film erkundet die Geschichte und Entwicklung der tschechischer Antifa-Bewegung seit Ende der 80er bis zum Jahre 2011. Die zeitnahen Aufnahmen welche mit Erinnerungen und Kommentaren von Jakub Polák, Ondřej Slačálek, John Holloway, Michal Mazel und einem langjährigen Antifaschisten ergänzt werden, führen euch durch die wichtigsten Ereignisse. Von den ersten rassistischen Morden in den 90ern, über Proteste gegen die Republikanische Partei von Miroslav Sladek, dem Kampf gegen die rassistischen Hooligans, dem Nationalen Widerstand, bis zu Antiziganistischen Unruhen welche vor kurzem ausbrachen.

24. Mai: Kundgebung – „Keine Nazis in den Stadtrat“

Die Allianz für Antifaschismus ruft zu einer Kundgebung mit dem Motto:
„Keine Nazis in den Stadtrat – Trier braucht dich und keine Nazis“
am 24.05. ab 17.00 Uhr zur Eurener Straße, Ecke Über Brücken auf.

Am 24.05. will die NPD ab 19.00 Uhr durch Trier marschieren. Wir stellen uns gegen diese Verbreitung der menschenverachtenden Parolen durch Neonazis und ihre Relativierung des Faschismus. Wir wollen diese demagogische Hetze nicht tatenlos hinnehmen. Es ist unerträglich, wenn Neonazis und ihre Anhängerschaft ihr völkisches Weltbild in Trier verbreiten.

Wir rufen alle demokratischen Kräfte auf: Kommt zur der, von uns angemeldeten Kundgebung! Für Vielfalt statt Einfalt! Wo sich die Neonazis einmal etabliert haben, ist ein friedliches Miteinander nicht möglich.

Die faschistische NPD darf nicht toleriert werden, weder in Trier noch anderswo.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Keine Nazis in die Parlamente!

Keinen Fußbreit den Faschisten, weder in Trier noch anderswo!

Klare Absage an rechtspopulistische Stimmungsmache und Sündenbockpolitik!

„We break the silence!“ Die antisexistischen Thementage im Oktober und November 2013

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Anlässlich des Weltfrauen*kampftags findet ihr hier unseren Text zu den antisexistischen Thementagen im letzten Jahr, noch einmal gesondert von unserem Jahresrückblick.

Im vergangenen Jahr waren uns die The­mentage „break the silence“ und deren Umsetzung ein wichtiges Anliegen. Zusam­men mit der Feministischen Aktion Trier (FAT), dem Referat für Antirassismus und Antifaschismus und dem queerfeminis­tischen Frauen­ und Lesbenreferat der Karl­ Marx Uni Trier konnten wir eine Rei­he interessanter Veranstaltungen und eine Abschlussfeier in der Villa Wuller organi­sieren. Weshalb uns das ein wichtiges An­liegen war und ist, werden wir euch im Fol­genden darlegen.

Sexismus in der linken Szene

Trotz des Bewusstseins über die Wirk­mächtigkeit des Sexismus in dieser Gesell­schaft macht eben jener auch vor der linken Szene nicht halt. Dies mussten wir im Verlauf der letzten 14 Monate schmerzhaft er­fahren. Ausgehend von konkreten Vorfällen im Dunstkreis der Szene kam es zu einer intensiven Auseinandersetzung mit diesem Thema innerhalb unserer Gruppe. Erst in Folge der Vorfälle wurde über Sexismus und Grenzverletzungen innerhalb der Szene gesprochen. Dieses Sprechen, Thematisieren und Benennen löste Prozesse der Re­flexion und Sensibilisierung aus.

Aufgrund der aufkommenden Präsenz des Themas trauten sich andere Betroffene ihre Erlebnisse zu verbalisieren, die teils Jahre zurücklagen. Dabei spiegelte sich das gesellschaftliche Rollenbild wider: primär waren weiblich sozialisierte Menschen be­troffen, die sich mit den Erfahrungen allein gelassen fühlten mit ihren negativen Er­fahrungen. Vielfach wird sexualisierte Ge­walt in der Gesellschaft totgeschwiegen und verharmlost: „Ach – das war nur ein Spaß!“ oder „Das war doch als Kompli­ment gemeint…!“ sind Aussagen, die uns allen nur allzu bekannt sind, wenn eine be­troffene Person die Grenzverletzung an­spricht. An dieser Stelle wird deutlich, dass Sexismus nicht nur bedeutet bei einem Menschen zu weit zu gehen, sondern auch, dass der Mangel an einem safer­space (feministischer Begriff für einen vor Sexismus sicher[er]en Raum) für Betroffene zu Verdrängungsprozessen führt.

Reflexion und Thementage

In den Diskussionen zu den Vorfällen kris­tallisierte sich das Bedürfnis einer poli­tischen Positionierung heraus. Um diese überhaupt möglich werden zu lassen war die Gruppenreflexion ein wichtiges Funda­ment. Angefangen bei der Analyse der in­formellen Hierarchien, der Gruppenkon­stellation und dem Genderverhältnis (auch dem in der Szene über die Gruppe hinaus), bis hin zur Außenwirkung spiegeln diese immer noch die gesellschaftlichen Verhält­nisse wider. Um eben diese Spirale zu durchbrechen waren es eine logische Kon­sequenz die antisexistischen Thementage gemeinsam mit anderen Gruppen auf den Weg zu bringen. Es ging uns darum einen Raum zu schaffen, um über Sexismus und seine vielfältigen Erscheinungsformen zu sprechen – einen Reflexionsprozess in Gang zu bringen. Obwohl sich linke Men­schen als Antisexist*innen labeln, hinter­ fragen sie vielfach nicht ihr ansozialisiertes Geschlecht und das damit verbundene Han­deln. Dadurch wurde uns bewusst, dass es einer pro­feministischen Positionierung und kontinuierlicher Selbstkritik bedarf um sich rückschrittlichen Tendenzen entgegen zu stellen.

Bereits vor den Vorfällen waren wir uns des medialen Bildes „der Antifa“ bewusst, wel­ches vorwiegend mit Klischees arbeitet. Antifa bedeutet hier oftmals schwarz vermummte, männlich wahrgenommene Men­schen inmitten von Gewaltszenen. Dabei wird nicht wahrgenommen, dass sich anti­faschistische Gruppen und Einzelpersonen vielfach in soziale Kämpfe einklinken, für eine freie Gesellschaft kämpfen und Soli­darität mit Benachteiligten zeigen. Antifa ist keine Ein­Punkt­Bewegung, die sich nur gegen Rechts richtet. Die Frage, ob es noch weitere Identifikationsmöglichkeiten für Aktivist*innen gibt, als den „prügelnden Antifa­Boy“ beantworten wir ganz klar mit ja! Hier spiegelt sich unser ansozialisiertes binäres Geschlechterdenken mit all seinen Vorurteilen wider: Kann das stille, zier­liche Mädchen* überhaupt „zur Antifa“ gehören? Wir alle sollten unsere Denk­- und Verhaltensweisen hinterfragen, nur so kön­nen wir selbst einen positiven Gegenent­wurf zur alltäglichen Praxis werden lassen.

Die Doppelbelastung der Frau in Produkt ion und Reproduktion ermöglicht dieser bürgerlichen Gesellschaft eine fundamental patriarchale zu bleiben. Der alltägliche Sexismus reproduziert einen status quo der diese Verhältnisse vielfach auf dem Rücken weiblich sozialisierter Menschen zemen­tiert. Wir erkennen den Sexismus und seine Mechanismen als elementaren Bestandteil dieser kapitalistischen, hierarchischen Ge­sellschaftsorganisation – nicht als Neben­widerspruch des Kapitalismus, der sich auf­hebt, sobald der Kapitalismus überwunden ist!

Auch das Weltbild von Neonazis baut darauf auf, lebt von Männlichkeitsbildern und ­phantasien, während „die Mutter“ sich am Herd und in der völkischen Ideolo­isierung des Nachwuchses selbst genügt. Doch nicht nur die rechte Ideologie profi­tiert von dem binären Geschlechterver­ständnis und repräsentiert dieses: Die „Herdprämie“ verleitet Frauen dazu, sich keine Arbeit zu suchen, da diese im Ver­gleich zum Lohn des Mannes schlechter bezahlt wird. So geraten in der Regel Müt­ter in noch größere Abhängigkeiten zum Vater. Die CDU hingegen begreift sich selbst als besonders fortschrittlich, wenn ei­ne siebenfache Mutter Verteidigungsmi­nisterin wird. Gleichzeitig erkennen wir, wie gut das ins Konzept passt. Gegen diese heuchlerischen Zustände und seine Verbün­deten!

Wir freuen uns riesig über die notwendige Gründung der FAT im letzten Jahr! Ihre Arbeit innerhalb dieser konservativen Stadt Trier und die Funktion als Anlaufstelle für politisch interessierte Menschen, die sich in männlich dominierten Räumen unwohl füh­len, ist nicht hoch genug zu wertschätzen. Wir wollen keine Macker­-Antifa und sehen den Feminismus als Teil antifaschistischer Arbeit!

Join your local Antifa Grrrls!

Antifaschistischer Jahresrückblick 2013

Im Dezember 2012 veröffentlichten wir unsere Broschüre „Neonazis in Trier – eine Be­standsaufnahme“, in der wir die Neonaziszene in Trier und Umland unter die Lupe nahmen. Auch 2013 setzten wir diese kritische Auseinandersetzung mit der regionalen Neonaziszene fort.

Die Arbeit der Autonomen Antifa Trier war aber auch 2013 viel breiter als die alleinige Beschäftigung mit den hiesigen Nazis – hier vor allem die NPD Trier, samt ihres Kundgebungszirkusses. Unserem Verständnis über einen konsequenten Antifaschismus liegt die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Strukturen und Zuständen zu Grunde, die unseren Vorstellungen über ein gutes und solidarisches Leben für alle entgegenstehen. Dass diese grundlegende Kritik an der kapitalistischen und deutschen Normalität so aktuell wie eh und je ist, zeigte sich auch im vergangenen Jahr schmerzhaft. In Orten wie Schneeberg, Berlin­-Hellersdorf oder Duisburg, um nur einige zu nennen, formierte sich der rassistische Mob und hetzte gegen Flüchtlinge. Gleichzeitig starben hunderte Flüchtlinge bei dem Ver­such, die vermeintlich sichere Zuflucht Europa zu erreichen. In diesem Zusammenhang fand im Sommer in Trier eine Demo statt, um diese rassistischen Zustände und insbesondere die europäische Abschottungspolitik anzugehen.

2013 gab es in Trier aber auch noch weitere Themenfelder linker und emanzipatorischer Politik: So organisierten sich beispielsweise Menschen, um eine aktuelle feministische Kritik und Politik zu stärken und zu etablieren. Gründe dafür gibt es mehr als genug. Nicht erst
2013 wurde deutlich, in wie vielen Formen die bestehenden Verhältnisse ihr unmenschliches und unterdrückendes Gesicht zeigen. Ganz nebenbei befindet sich der Kapitalismus in einer seiner vielen und wohl auch nicht letzten Systemkrise. Anstatt aber das Problem im kapita­listischen System selbst zu sehen, führte und führt diese Krise zu einer autoritären Sparpolitik, welche sich unter der Führungsrolle Deutschlands in Europa mit allen Mitteln – und allen Folgen zum Trotz – durchsetzt.

Wo kann Antifaschismus also ansetzen und was können wir tun, um diesen Verhältnissen etwas entgegenzusetzen? Klar ist: Will man Probleme an der Wurzel lösen, muss man diese im Kontext verstehen. Schnell wird aber deutlich, dass es hier um die gesamtgesellschaftliche Soße geht und damit unterschiedlichste Themen in den Fokus geraten. Das spiegelt sich auch in den Schwerpunkten des vergangenen Jahres wider.

So soll dieser „Jahresrückblick“ nicht wie so oft bei schönen und emotionalen Bildern stehen bleiben. Ziel ist es vielmehr, einen kurzen Rückblick auf die Themen vorzunehmen, die 2013 in Trier und darüber hinaus für uns wichtig waren und diese in einen Zusammenhang zu stellen. Auch wollen wir uns bei unseren vielen Unterstützer*innen bedanken und allen Leuten, die diese Zustände genauso ankotzen wie uns, viel Kraft für 2014 wünschen.

Eure Autonome Antifa Trier
Februar 2014

AAT_Rueckblick_2013 (Cover)

Antifaschistischer Jahresrückblick 2013 (PDF)
Zum Download auf das Cover klicken.

15.03. – Naziaufmarsch in Koblenz verhindern!

Für den 15. März 2014 hat die Neonazi-Partei Die Rechte eine Demonstration in Koblenz angemeldet. Die Partei möchte sich so mit den Angeklagten im Prozess gegen das Aktionsbüro Mittelrhein (ABMR) solidarisieren. Dies kann nicht unwidersprochen bleiben!

Entsprechend finden an diesem Wochenende zwei Aktionen gegen Neonazis in Koblenz statt.

Gegenaktionen

14MARZ_PLAKATZum einen wird es am 14. März eine Vorabenddemo unter dem Motto „Schöner leben ohne Nazis – Solidarität mit den Betroffenen von Rassismus und rechter Gewalt!“ geben. Diese startet um 19 Uhr am Hauptbahnhof Koblenz:

Wir las­sen uns von den Nazis nicht das Wo­chen­en­de ka­putt ma­chen, son­dern gehen gut ge­launt mit Musik auf die Stra­ße, um ge­mein­sam zu zei­gen: Schän­gel gegen Nazis und gegen Ras­sis­mus!
Wir wol­len auch auf die Di­men­si­on von rech­ter Ge­walt hin­wei­sen und wer­den uns mit den Be­trof­fe­nen von rech­ter Ge­walt so­li­da­ri­sie­ren und mit einer Schwei­ge­mi­nu­te auf sie hin­wei­sen.
Wir wol­len mit un­se­rer De­mons­tra­ti­on durch In­nen-​ und Alt­stadt auch auf den Na­zi­auf­marsch am nächs­ten Tag hin­wei­sen und die Men­schen auf­for­dern, sich an den Ge­gen­ak­ti­vi­tä­ten zu be­tei­li­gen.

Am 15. März findet dann eine Gegendemo des DGB mit dem Titel „Koblenz bleibt bunt!“ statt. Diese startet um 13 Uhr ebenfalls am Hauptbahnhof Koblenz:

Es ist klar: Wir wollen ihnen die Straßen von Koblenz nicht überlassen und rufen deshalb zu einer Kundgebung und einem Demonstrationszug auf.
Wir sind nicht bereit, irgendeine Form von Hetze gegen Menschen hinzunehmen. Für uns ist es auch Gewalt, wenn Angst bewusst geschürt wird und Einschüchterung gewollt ist.
Wir stehen ein für ein angstfreies und vertrauensvolles Miteinander. Wir wollen ein buntes und lebensfrohes Koblenz, in dem alle sein können.

Anreise

Es wird am 15. März eine gemeinsame Anreise aus Trier geben. Achtet hier oder auf Facebook auf entsprechende Ankündigungen. Alerta antifascista!