Archive for Februar, 2010

Zugtreffpunkt – Zweibrücken

Mittwoch, Februar 24th, 2010

Um eine geschlossene Anfahrt zu den antifaschistischen Akionen in Zweibrücken zu ermöglichen, gibt es einen Zugtreffpunkt:

13.3.2010 um 7:15 Trier Hbf (Abfahrt 7:30Uhr Gleis 11 Süd)

Prozess gegen Safet Babic noch in diesem Halbjahr

Montag, Februar 8th, 2010

Laut einer Meldung des Trierer Nachrichtenportals 16vor, soll der Prozess gegen Safet Babic wegen gefährlicher Körperverletzung, Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und Volksverhetzung noch im ersten Halbjahr 2010 statt finden. Der genaue Termin stehe noch nicht fest.
Wir rufen alle AntifaschistInnen dazu auf, an dieser Verhandlung als ProzessbeobachterInnen teilzunehmen.

Haltet die Augen und Ohren offen und gebt gegebenenfalls Informationen an uns weiter. Die Adresse findet ihr unter „contact“.
Die Meldung von 16vor findet ihr hier:

Noch kein Termin für NPD-Prozess

Opfermythen eintüten – Nazis in der Pfeife rauchen

Dienstag, Februar 2nd, 2010

Am Samstag, dem 13.März.2010 hat der „Nationale Widerstand Zweibrücken“, wie jedes Jahr, einen „Trauermarsch zum Gedenken an die Opfer des alliierten Bombenterrors in Zweibrücken“ angemeldet.
Hintergrund ist der Beschuss Zweibrückens im 2. Weltkrieg durch die Royal Canadian Airforce am 14.März 1945. Dabei wurde die Stadt zu mehr als 80% zerstört. Diese Zerstörung wurde zum „Trauma“ der Stadtgeschichte – wobei die Ursachen und Vorläufe bis zur Bombardierung wohlweislich ausgeblendet werden.

Dazu gibt es bereits einen Aufruf der ZWAntifa und ein Mobilisierungsvideo

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage in 3 Fällen gegen Babic

Dienstag, Februar 2nd, 2010

Die Staatsanwaltschaft Trier hat Anklage in drei Fällen gegen den Trierer NPD-Chef Safet Babic erhoben. Ihm wird vorgeworfen am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, Leiter einer unangemeldeten Versammlung auf dem Trierer Hauptfriedhof gewesen zu sein, in deren Verlauf die Verbrechen des Naziregimes verharmlost wurden.
An diesem, laut Babic, „Tag der Niederlage“ versammelten sich 20-30 Nazis, darunter Mitglieder der Kameradschaft Zweibrücken, um einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des „Bombenholocausts“ niederzulegen und das komplette Deutschlandlied zu singen. Die Veranstaltung wurde jedoch von der Polizei beendet, die dann die Personalien der TeilnehmerInnen aufnahm. Dies erfüllt gleich zwei Tatbestände, nämlich Volksverhetzung und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz.
Außerdem wird Babic vorgeworfen, in der Nacht vom 18. Mai zusammen mit 7 weiteren Nazis an einem Übergriff auf 3 AntifaschistInnen beteiligt gewesen zu sein, in dessen Verlauf eines der Opfer wegen einer schweren Gehirnerschütterung mehrere Tage stationär behandelt werden musste . Die beiden anderen AntifaschistInnen konnten fliehen. Der Schlägertrupp lauerte gezielt seinen Opfern in einer Seitenstraße auf und stürmte auf sie zu, als sie diese passierten. Zunächst behauptete Babic, er und seine Gefolgschaft hätten sich nur gegen die angeblichen Angreifer in Form von 3 AntifaschistInnen gewehrt. Später nahm er diese Aussage zurück und berief sich auf das „Jedermanns-Festnahmerecht“. Er behauptete die AntifaschistInnen dabei beobachtet zu haben, wie sie Plakate der NPD beschädigt hätten. Wie er aber erklärt, warum zu einer „Jedermanns-Festnahme“ eine gefährliche Körperverletzung und eine anschließende Flucht der TäterInnen gehört, bevor die Polizei eintraf , bleibt offen.
Noch am selben Abend wurden 4 verdächtige Nazis, darunter Safet Babic, und zwei weitere NPD-Kader, festgenommen. Die Anklage in dieser Sache lautet gefährliche Körperverletzung. Ab einer Strafe von 3 Monaten droht dem Stadtratsmitglied Babic auch ein Außschluss aus dem Rat in Trier.
Dies ist zu hoffen, denn fraglich bleibt ob der Rat unter OB Klaus Jensen endlich kompetent im Umgang mit Babic wird. Wer nach der von Babic erzwungenen Wiederholung der Ausschusswahlen immer noch an einer sturen Ignoranz der geltenden Rechtslage festhält, darf sich nicht wundern, wenn vor jeder Sitzung die Tagesordnung aus den rechtsextremen Reihen angezweifelt wird und die Dezernentenwahl fast verhindert wurde. Eine gründlichere Vorbereitung der Sitzungen durch den OB und das Einstellen auf vorhersehbare Angriffe von Safet Babic sollte eine Grundvoraussetzung für den Umgang mit Nazis im Stadtrat sein. Zumal Herrn Jensen zur Bewältigung dieser Aufgabe ein großer Verwaltungsapparat den Rücken stärkt.
Diese Ereignisse reihen sich ein in eine Kette von Vorfällen. Im Zuge des Wahlkampfes zum Trierer Stadtrat kam es vermehrt zu rechtsextremen Angriffen auf AntifaschistInnen wie z.B. eine Vergewaltigungsdrohung oder eine gezielte Hetzjagd von AntifaschistInnen durch die Stadt. Hierzu sei auf die Chronik und den Pressespiegel verwiesen.
AAT (Autonome Antifa Trier)

NPD im Trierer Stadtrat
Gefährliche Körperverletzung (§224 StGB)
Jedermanns-Festnahmerecht
Pressespiegel und Chronik