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Treffpunkt für Gegenaktivitäten ist der Porta-Nigra-Vorplatz ab 12Uhr; Die Nazis Treffen sich um 14Uhr am Hauptbahnhof.

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Am Vorabend des Aufmarsches, Freitag 25.03., findet eine Antifa-Kneipe im Infoladen (Hommerstr. 14) statt. Dort wird es ab 18.30 Uhr Essen, aktuelle Infos und eine Pennplatzbörse geben.

Den Naziaufmarsch am 26.03.2011 in Trier verhindern!

Am 26.03.2011 wollen Nazis von NPD und sogenannten „Freien Kräften“ in Trier unter dem Motto „Hey Merkel, hörst Du uns? Widerstand lässt sich nicht verbieten! US-Kriegsbasis abwählen – Freiheit erkämpfen!“ aufmarschieren.

Am letzten Tag vor den Landtagswahlen stellt diese Demonstration den Höhepunkt des NPD-Landtagswahlkampfs dar. Diese Veranstaltung reiht sich in die bereits regional durchgeführten Wahlkampfaktionen, wie dem „Pfalz-Aktionstag“ und den „Trauermarsch“ in Zweibrücken ein.

Safet Babic, der in den letzten Jahren bereits mehrfach Wahlkampfkundgebungen in Trier anmeldete, versucht nun mit einer größeren Demonstration die überregionale Nazi-Szene nach Trier zu mobilisieren. Babic beabsichtigt damit erneut sein umstrittenes Image in der NPD und anderen Nazi-Strukturen aufzupolieren und die NPD-Trier als wichtigen Kreisverband in der Nazi-Szene zu etablieren.

In seinem Aufruf versucht er möglichst viele Themen mehr schlecht als recht zu verknüpfen, um viele Teile der Nazi-Szene anzusprechen.Der Themenschwerpunkt liegt besonders auf einem Antiamerikanismus, der sich vor allem in Phrasen gegen einen vermeintlichen US-Imperialismus und einer angeblichen Besatzung Deutschlands durch US-Truppen äußert. Exemplarisch greift er den US-Stützpunkt in Spangdahlem auf, den er als besonders „gefährlich“ einstuft.

Mit der Aufrechterhaltung deutscher Opfermythen durch die angebliche Existenz einer fortwährenden Besatzung Deutschlands durch US-Amerikanische Truppen wird die deutsche Kriegsschuld verschleiert und ein deutscher Opfermythos konstruiert. Dieser Mythos wird als Konstante hervorgehoben, so sei Deutschland auch heute noch durch einen globalen und agressiven „US-Imperalismus“ seiner Souveränität beraubt.

Wir stellen uns nicht nur diesem Verdrehen der Geschichte und dem damit verbundenen Vertauschen von Täter_innen und Opfern entgegen, sondern auch dem Antiamerikanismus in der deutschen Gesellschaft, der sich nicht selten in antisemitischen Stereotypen und kruden Verschwörungstheorien äußert.

Um die Demonstration auch über NPD-Strukturen heraus attraktiv zu machen, greift Babic die jüngste „Repressionswelle“ auf, die sich in Form von Hausdurchsuchungen gegen mehrere Neonazis in Rheinland-Pfalz richtete, und versucht so auch andere „freie Kräfte“, wie das „AB-Mittelrhein“ aus der Region zu mobilisieren. Dabei bezeichnet er militante und kriminelle Nazistrukturen als Zusammenschluss von „nationalen Jugendlichen“ und verharmlost so deren Bedeutung für die aktive Neonaziszene in Rheinland-Pfalz.

Egal aus welchen Gründen die Nazis an diesem Tag in Trier aufmarschieren, das Ziel der NPD-Trier und vor allem Safet Babics wird es sein, nach Jahren wieder eine Nazi-Demonstration statt nur eine stationären Kundgebung in Trier durchzuführen, die bereits in den letzten Jahren durch erfolgreiche Gegenproteste und wenig Moblisierungspotential der Nazis kein Erfolg waren. Bei Babic sind auch persönliche Beweggründe nicht zu unterschätzen, die sich einmal durch die Profilierung seiner Person und seines Kreisverbandes in der rheinland-pfälzischen NPD und auf der anderen Seite durch eine Sehnsucht nach mehr Akzeptanz in der sogenannten „freien“ Kameradschaftsszene äußern.

Wir wollen an diesem Tag gemeinsam den Wahlkampfendspurt der NPD sabotieren und den Trierer Nazis sowie deren Sympathisant_innen keinen Platz für ihre deutsche Kackscheisze lassen!

In diesem Sinne:

Sie können rennen, aber wir können zaubern!

Für einen zauberhaften Antifaschismus!

Autonome Antifa Trier