Am 10. Oktober 2011 demonstrierte die NPD Trier „spontan“ gegen eine Veranstaltung der Linkspartei mit Gregor Gysi im Warsberger Hof. Etwa 10-15 Neonazis versammelten sich gegen 18 Uhr auf dem Nikolaus-Koch-Platz. Hier ließ der lokale NPD-Chef Safet Babic seinen üblichen Sermon verlauten. Publikum war, außer einigen Polizist_innen und wohl eher zufällig an einer nahe gelegenen Bushaltestelle wartenden Passant_innen, nicht anwesend.
Archive for Oktober, 2011
Bericht zur NPD-Kundgebung am 11.10.2011
Samstag, Oktober 22nd, 2011Trierer Fußballszene – Homophobie, rechte Tendenzen und zweifelhafte Lippenbekenntnisse
Freitag, Oktober 14th, 2011Wir, die Unterzeichnenden , wenden uns mit Nachdruck gegen Homophobie und rechte Tendenzen im Umfeld des Trierer Fußballs.
Im letzten halben Jahr häuften sich jedoch entsprechende bedenkliche Vorfälle in der Fanszene des SV Eintracht Trier 05. Betont offensiv zur Schau gestellte sexistische, homophobe und intolerante Einstellungen insbesondere aus dem Umfeld der Ultra-Bewegung geben dabei besonderen Anlass zur Sorge. Drei Vorfälle sollen hier kurz exemplarisch dargestellt werden, um die Problematik besser verdeutlichen zu können.
17.10 Karl-Marx-Lesekreis liest „Dialektik der Aufklärung“
Donnerstag, Oktober 13th, 2011Am 17. Oktober 2011 findet um 20 Uhr das erste Treffen des Karl-Marx-Lesekreises im Infoladen Trier statt. Gelesen werden soll in Zukunft Horkheimers/Adornos „Dialektik der Aufklärung“. Das erste Treffen soll dabei vornehmlich der Organisation der zukünftigen Treffen dienen und steht allen Interessierten offen.
Peinlicher Abgang oder Strategiewechsel?
Donnerstag, Oktober 6th, 2011
Am 17.09.2011 marschierten ca. 60 Nazis zum zweiten Mal in diesem Jahr durch Trier. Der Anlass dafür war der Ausschluss Babics, Vorsitzender des Kreisverbandes Trier der NPD, aus dem Stadtrat in Folge einer gemeinschaftlichen Körperverletzung an Antifaschist_innen. (Siehe Archiv)
Vorangegangen war der Demonstration ein Rechtsstreit zwischen der Stadt Trier und Babic über die Route des Aufmarsches. Ein Verbot der Demo durch die Stadt sollte eine stationäre Kundgebung am Hauptbahnhof zur Folge haben, doch Babic erwirkte vor dem Oberverwaltungsgericht eine Genehmigung für die selbe Route wie bei der Demonstration im März. Die Strecke führte vom Hauptbahnhof über die Theodor-Heuss-Allee zum nahe gelegenen Simeonstiftplatz und zurück.
„Hoyerswerda – schon vergessen?“
Montag, Oktober 3rd, 2011Am 14. Oktober findet um 20 Uhr ein Vortrag zu den rassistischen Übergriffen in der sächsischen Stadt Hoyerswerda im Jahr 1991 im Infoladen Trier, Hommerstr. 14, statt. Die Zeitzeugenveranstaltung will der offiziellen Einheitsfeierei etwas entgegensetzen und Opfern rechter Gewalt und dem Widerstand dagegen eine Stimme geben. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Antifa-Kneipe statt, diese beginnt bereits um 18 Uhr.
Im September 1991 fand in Deutschland das erste rassistische Pogrom nach 1945 statt. Tagelang terrorisierte ein Mob aus Neonazis und Bürger_innen Flüchtlinge und Vertragsarbeiter_innen. Menschen wurden schwer verletzt und durch die Straßen gehetzt, weil sie nicht in das Weltbild der Angreifenden passten. Dies führte schließlich zu einer „ausländerfreien“ Stadt. Diese Ausschreitungen in Hoyerswerda waren der Auftakt einer ganzen Welle von von rassistisch motivierten Überfällen auf Unterkünfte von asylsuchenden Menschen und Vertragsarbeiter_innen. Sowie in Saarlouis, Mannheim oder Rostock Lichtenhagen…
Der Vortrag will die Hintergründe der Taten beleuchten:
„ Es geht vor allem um die Vorbereitungen in Hoyerswerda von Bürger_innen und Neonazis vor dem Pogrom und die rassistische Kampagne von CDU/CSU, um ihr Ziel der faktischen Abschaffung des Rechts auf Asyl durchzusetzen. Außerdem geht es um die nationalistische Stimmung in der Bevölkerung , verursacht durch die Wiedervereinigung, sowie die Rolle von Massenmedien, die mit dazu beitrugen, die Schuldigen für die wirtschaftlichen und sozialen Probleme bei Armen und Rechtlosen zu suchen.“
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit der Kampagne Break the Silence, der Autonomen Antifa Trier und dem Referat für Antirassismus und Antifaschismus der Karl-Marx-Universität Trier statt.


