Unter dem Titel „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegenüber Asylbewerber*innen“ veranstaltet das Multikulturelles Zentrum Trier einen Vortrag am kommenden Mittwoch, den 23. Oktober 2013, ab 18:00 im Konferenzraum im Mehrgenerationenhaus (Balduinstr. 6, Trier).

„Es leben zu viele Ausländer in Deutschland“ – fast die Hälfte aller Deutschen stimmten im Jahr 2011 dieser Aussage eher oder voll und ganz zu. 47% der Befragten meinten außerdem, „die meisten Asylbewerber befürchten nicht wirklich, in ihrem Heimatland verfolgt zu werden“ und nur rund ein Viertel aller Deutschen ist der Ansicht, „Bei der Prüfung von Asylanträgen sollte der Staat großzügig sein“. Der Vortrag berichtet von Erscheinungsformen, Ursachen und Folgen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, insbesondere mit Blick auf Einwanderern und Asylsuchenden. Grundlage ist die gleichnamige 10-jährige Langzeitstudie, die von 2002-2011 an der Universität Bielefeld durchgeführt wurde. Im Vergleich zu etlichen unseren europäischen Nachbarländen, scheint das Verständnis einer vielfältigen Gesellschaft in Deutschland unterentwickelt zu sein. Es gilt, gesellschaftlichen Zusammenhalt in Vielfalt zu denken und ausgrenzende Populismen zu enttarnen.

Vortrag von Prof. Dr. Beate Küpper
Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld.
Projektleitung: „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Deutschland“.