Archive for the ‘Allgemein’ Category

Audio-Mitschnitt: „Die große Entwertung – Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursachen der Krise sind“

Dienstag, Juli 9th, 2013

Endlich online ist der Mitschnitt unserer Veranstaltung „Die große Entwertung – Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursachen der Krise sind“ mit Norbert Trenkle. Auf Einladung der Autonomen Antifa Trier und mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz stellt Trenkle sein gleichnamiges Buch am 21. Mai 2013 im Multikulturellen Zentrum vor.

Norbert Trenkle - Die große Entwertung

Die öffentliche Debatte über die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise zeichnet sich durch allgemeine Verwirrung aus: Der Volkszorn von links bis rechts macht wahlweise die »gierigen Banker« oder die »faulen Südländer« verantwortlich; die politische Klasse agiert wie ein Hobbyklempner, der hier und da ein paar Rohre flickt, während der Keller voll Wasser läuft; und die ehrlicheren Vertreter_innen der Volkswirtschaftslehre geben offen zu, dass ihre Disziplin vollkommen ratlos ist. Tatsächlich jedoch stellen sich die Ursachen der Krise, kritisch betrachtet, alles andere als rätselhaft dar. Das jahrzehntelange Aufblähen des Finanzüberbaus ist keinesfalls die Ursache der gegenwärtigen Kalamitäten, sondern stellte selbst wiederum den Versuch dar, eine fundamentale Strukturkrise aufzuschieben, die bereits in den 1970er Jahren ihren Ausgangspunkt hat. Der damals einsetzende Produktivkraftschub der dritten industriellen Revolution hat die Grundlagen der Kapitalverwertung unwiderruflich untergraben: die Vernutzung von lebendiger Arbeitskraft in der Produktion von Waren. Die Akkumulation von fiktivem Kapital an den Finanzmärkten verhalf dem kapitalistischen Weltsystem zwar noch einmal zu einem letzten großen Schub, doch der beruhte auf dem Ansaugen von zukünftigem Wert. Dieser Vorgriff auf die Zukunft stößt jetzt an seine Grenzen und es zeigt sich: Die Gesellschaft ist zu reich für den Kapitalismus.

Norbert Trenkle ist Mitglied der Gruppe Krisis und hat zusammen mit Ernst Lohoff das Buch »Die große Entwertung. Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind« (Unrast Verlag 2012) geschrieben.

05.07 – 80 Jahre Antifaschistische Aktion

Samstag, Juni 22nd, 2013

Am Freitag, den 05.07, laden wir um 18 Uhr zu einem Vortrag zur Geschichte der Antifaschistischen Aktion mit Bernd Langer ins Mehrgenerationenhaus (Balduinstraße 6) ein.

Wer an einer Aktion gegen Nazis teilnimmt oder sich mit der heutigen undogmatisch-linksradikalen Bewegung in der BRD beschäftigt, wird unweigerlich auf das Symbol der Antifaschistischen Aktion stoßen. Die rote und schwarze Fahne im Kreis ist hier in den letzten 30 Jahren zu einem der weitverbreitetsten Symbole geworden, das zumindest irgendwie für militante antifaschistische und revolutionäre Politik steht.

Sein Ursprung reicht zurück bis ins Jahr 1932, als am 10. Juli auf Initiative der KPD die historische Antifaschistische Aktion gegründet wurde, die den gemeinsamen Kampf aller linken Kräfte gegen den bedrohlich erstarkenden Nationalsozialismus propagierte, der ein halbes Jahr später an die Macht gelangen sollte.

Bernd Langer aus Berlin, Autor der kürzlich veröffentlichten Broschüre „80 Jahre Antifaschistische Aktion“, der Anfang der 1990er als Aktivist der Göttinger Autonomen Antifa (M) maßgeblich an den Organisierungsdebatten der gegenwärtigen Antifa-Bewegung beteiligt gewesen ist und als Teil des Kollektivs Kunst und Kampf ihre Ästhetik mitgeprägt hat, wird inhaltliche und strategische Kontinuitäten und Brüche der Antifa-Bewegungen in Deutschland von der Weimarer Republik bis heute nachzeichnen. Im Anschluss wird Platz für Nachfragen und Diskussion sein.

the future is unwritten – globale Bewegungsfreiheit ermöglichen, Kapitalismus überwinden

Mittwoch, Mai 29th, 2013

Wie ihr vermutlich schon gehört habt wird am 08.06 eine Demonstration in Trier für globale Bewegungsfreiheit und Bleiberecht von Flüchtlingen stattfinden. Starten wird die Demo um 14 Uhr vor der „Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende“ in der Dasbachstraße 19. Vom Hauptbahnhof empfehlen wir die Buslinie 85 oder 86 bis zur Haltestelle Nells-Park.

Unseren Aufruf zu der Demo findet ihr hier. Den gibt es nun auch in einer englischen Version, die im Folgenden dokumentiert wird.

The future is unwritten – afford global freedom of movement – get over capitalism
20 years ago, CDU/CSU and SPD resolved the asylum-compromise and with that the factual abolition of the right of asylum in Germany. This was a respond to the nationwide pogroms of Nazis and citizens which addressed to all asylum seekers during the revitalisation of ethnic community. One example for this might be Rostock-Liechtenhagen: For 4 days, Nazis rioted against asylum while local residents applauded and actively supported. Finally the Nazis set fire to the asylum – police did not intervene. Only coincidentally there were no dead people during this excess. An other example might be Solingen, where 5 people died and several got grievously injured during an arson attack on the house of family Genç in 1995. But instead of proceeding against racism in the so called middle/ mainstream of society a “spate of asylum seekers” got constructed as natural catastrophe in public discussion, which finally served as legitimation of the factual abolition of the right of asylum. In current discourse, not the German pack and its racism and nationalism but the asylum seekers were to be blamed for the pogroms and thus, they were intended to vanish. German inversion of committer and victim reloaded. Today, 20years later, nothing really improved. Europe’s borders are highly protected and thousands of asylum seekers lose their lives while trying to reach a better one. If they make it to Europe despite all haressments, they’ll get worn out by so called safe-third-country regulation , residential obligation , prohibition of labour , bureaucracy and police. Only in 1% of all cases, asylum requests get accepted as reasonable. In the best case, the majority expects a temporary suspension of deportation, in the worst case a life in illegality or deportation back in even bigger misery.

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Montag, 03.06 – „Die Extreme Rechte in Europa in Zeiten der Krise“

Mittwoch, Mai 29th, 2013

Am Montag, den 03.06., kommt Jörg Kronauer zu uns um einen Vortrag über die Entwicklungen in der extremen Rechten in Europa zu halten. Starten wird das Ganze um 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Balduinstraße 6. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Autonomen Antifa Trier mit dem Antirass Referat des AStAs und dem Multikulturellen Zentrum.

In der Krise erstarkt die extreme Rechte in mehreren Staaten Europas. Parteien der extremen Rechten erzielen neue Wahlerfolge und erreichen teilweise zweistellige Resultate; rassistische Agitation führt zu neuen Gewaltwellen gegen Migrantinnen und Migranten. Der rapide Aufstieg von Organisationen wie der offen neofaschistischen Partei „Golden Dawn“ in Griechenland oder „Jobbik“ in Ungarn lässt beinahe
schon vergessen, dass in Ländern wie Italien, Österreich und Belgien Parteien schon seit langem Erfolge feiern, die weithin als „rechtspopulistisch“ bezeichnet werden, jedoch ebenfalls klare Bezüge
zur extremen Rechten aufweisen. Der Vortrag liefert einen Überblick über die bedeutendsten Kräfte der extremen Rechten in Europa, über ihre politischen Konzeptionen und Strategien – und darüber, wie sie von der Krise profitieren

21.5 – „Die große Entwertung“

Sonntag, Mai 19th, 2013

Vortrag und Diskussion mit Norbert Trenkle. Dienstag, 21.Mai um 19:30 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Balduinstrasse 6

Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind

Die öffentliche Debatte über die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise zeichnet sich durch allgemeine Verwirrung aus: Der Volkszorn von links bis rechts macht wahlweise die »gierigen Banker« oder die »faulen Südländer« verantwortlich; die politische Klasse agiert wie ein Hobbyklempner, der hier und da ein paar Rohre flickt, während der Keller voll Wasser läuft; und die ehrlicheren Vertreter_innen der Volkswirtschaftslehre geben offen zu, dass ihre Disziplin vollkommen ratlos ist. Tatsächlich jedoch stellen sich die Ursachen der Krise, kritisch betrachtet, alles andere als rätselhaft dar. Das jahrzehntelange Aufblähen des Finanzüberbaus ist keinesfalls die Ursache der gegenwärtigen Kalamitäten, sondern stellte selbst wiederum den Versuch dar, eine fundamentale Strukturkrise aufzuschieben, die bereits in den 1970er Jahren ihren Ausgangspunkt hat. Der damals einsetzende Produktivkraftschub der dritten industriellen Revolution hat die Grundlagen der Kapitalverwertung unwiderruflich untergraben: die Vernutzung von lebendiger Arbeitskraft in der Produktion von Waren. Die Akkumulation von fiktivem Kapital an den Finanzmärkten verhalf dem kapitalistischen Weltsystem zwar noch einmal zu einem letzten großen Schub, doch der beruhte auf dem Ansaugen von zukünftigem Wert. Dieser Vorgriff auf die Zukunft stößt jetzt an seine Grenzen und es zeigt sich: Die Gesellschaft ist zu reich für den Kapitalismus.

Norbert Trenkle ist Mitglied der Gruppe Krisis und hat zusammen mit Ernst Lohoff das Buch »Die große Entwertung. Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind« (Unrast Verlag 2012) geschrieben.
Eine Veranstaltung der Autonomen Antifa Trier in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung und dem Multikulturellen Zentrum Trier

Antifa Kneipe mit Mobi-Vortrag zum Antifa Camp in Weimar

Samstag, Mai 11th, 2013

Am Freitag, 17. Mai, findet um 19 Uhr die nächste Antifa Kneipe statt. Es wird einen Mobi-Vortrag zum Antifa-Camp in Weimar geben. Los geht’s um 19 Uhr, der Vortrag beginnt um 20 Uhr.

the future is unwritten. Globale Bewegungsfreiheit ermöglichen – Kapitalismus überwinden

Dienstag, April 30th, 2013

Unser Aufruf für die Demonstration für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht am 08.06.2013 in Trier:

the future is unwritten. Globale Bewegungsfreiheit ermöglichen – Kapitalismus überwinden

Vor 20 Jahren beschlossen CDU/CSU und SPD den Asylkompromiss und damit die faktische Abschaffung des Asylrechts in Deutschland. Dies geschah als Reaktion auf die bundesweiten Pogrome von Nazis und Bürger_innen die sich in der Wiederbelebung der Volksgemeinschaft gegen Asylbewerber_innen gerichtet hat. So geschehen zum Beispiel in Rostock-Lichtenhagen, wo 1992 vier Tage lang Nazis unter Beifall und mit tatkräftiger Unterstützung der Anwohner_innen gegen ein Asylbewerber_innenheim randalierten und es schließlich in Brand steckten – die Polizei griff nicht ein. Nur durch Glück gab es bei diesen Ausschreitungen keine Toten. Ein anderes Beispiel ist Solingen, wo bei einem Brandanschlag auf das Haus der Familie Genç im Jahre 1993 fünf Menschen starben und mehrere schwer verletzt wurden.
Statt daraufhin gegen den Rassismus der sogenannten Mitte der Gesellschaft vorzugehen, wurde in der öffentlichen Diskussion eine „Asylantenflut“ als Naturkatastrophe konstruiert, die letztlich der Legitimation der faktischen Abschaffung des Asylrechts diente. Schuld an den Pogromen war also, nach gängigem Diskurs, nicht der deutsche Mob samt seinem Rassismus und Nationalismus, sondern die Asylbewerber_innen, die folglich verschwinden sollten. Deutsche Opfer-Täter-Verkehrung reloaded.
Heute, 20 Jahre später sieht es nicht besser aus. Die Grenzen Europas werden abgeschottet und tausende Flüchtlinge sterben bei dem Versuch und in der Hoffnung ein besseres Leben zu erreichen. Schaffen sie es trotz aller Schikanen nach Europa, werden sie mit Drittstaatenregelung, Residenzpflicht, Arbeitsverboten, Bürokratie und durch die Polizei mürbe gemacht. Asylanträge werden nur in etwa 1% der Fälle als berechtigt anerkannt. Die große Mehrheit erwartet hier also im besten Falle eine vorübergehende Duldung, im schlimmsten ein Leben in Illegalität oder Abschiebung zurück in noch größeres Elend.

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1. Mai – gemeinsame Anreise nach Frankfurt

Sonntag, April 28th, 2013

Treffpunkt: Trier Hbf
Uhrzeit: 6:00 Uhr

Wie angekündigt, wollen wir gemeinsam mit euch die Nazikundgebung am Frankfurter Ostbahnhof blockieren und an der anschließenden
sozialrevolutionären Demonstration teilnehmen. Dazu werden wir zusammen mit dem Zug nach FFM fahren. Treffpunkt ist um 6:00 Uhr Trier Hbf. Die Abfahrt ist um 6:13 Uhr.
Alternativ besteht die Möglichkeit, schon am 30. April nach Mainz zu fahren. Dort findet ein Zeitzeuginnen Gespräch mit Edith Erbrich im Haus Mainusch statt. Für Pennplätze wird gesorgt, und am morgen des 1. Mai gehts dann von Mainz aus nach Frankfurt.

Damit die Tour für alle problemlos abläuft und Komplikationen vermieden werden, empfehlen wir euch wärmstens die Lektüre der „Was tun wenn’s brennt?!“ Broschüre der Roten Hilfe. (Download: http://www.rote-hilfe.de/downloads/category/3-rechtshilfe-a-was-tun-wenns-brennt)

Am Mittwoch nach Frankfurt fahren!
Freund*innen mitbringen!
Die Nazikundgebung verhindern!
Für die soziale Revolution!
NO PASARAN!

1. Mai- gemeinsame Anreise nach Frankfurt
Treffpunkt: Trier Hbf
Uhrzeit: 6:00 Uhr

the future is unwritten

Dienstag, April 23rd, 2013

Update: Wir freuen uns, euch die Demonstration „Für Grenzenlose Menschenrechte – Free Movement And The Right To Stay For Everyone“ vorzustellen. Die Demonstration startet am Samstag, den 08. Juni um 14:00 Uhr von der Dasbachstraße 19 (Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende).

In den nächsten Wochen veranstalten wir eine antikapitalistische Kampagne mit Vorträgen, Partys und einer sozialrevolutionären Beteiligung an einer Bleiberechtsdemo in Trier. Hier die Veranstaltungen, die bis jetzt feststehen (den Aufruf zur Kampagne findet ihr weiter unten):

1. Mai:

Naziaufmarsch verhindern und befreite Gesellschaft erkämpfen @ Frankfurt (Zugtreffpunkt gibt es kurzfristig)

08. Mai:

Wer nicht feiert hat verloren: Party zum Tag der Befreiung organisiert von der Antifa Mittelmosel

Start: 20 Uhr @ Infoladen Trier

17. Mai:

Mobivortrag zum Antifa Camp Weimar auf der Antifa-Kneipe @ Infoladen Trier

21. Mai:

Vortrag mit Norbert Trenkle: Die große Entwertung – Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursachen der Krise sind

Start: 19:30 Uhr @ Mehrgenerationenhaus, Balduinstraße 6

24. Mai:

Punk, Hardcore, Electro Party @ ExHaus

03. Juni:

Vortrag mit Jörg Kronauer: Die extreme Rechte in Europa in Zeiten der Krise

Start: 18 Uhr @ Mehrgenerationenhaus, Balduinstraße 6

08. Juni:

Demonstration unter dem Motto “Für Grenzenlose Menschenrechte – Free Movement And The Right To Stay For Everyone” in Trier

Start: 14:00 Uhr von der Dasbachstraße 19 (Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende)

Wir haben auch einen kurzen Aufruf zur Kampagne geschrieben:

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Antifa-Kneipe am 5. April

Dienstag, März 26th, 2013

Am 5. April findet die nächste Antifa-Kneipe im Infoladen Trier statt. Los geht’s wie immer um 19 Uhr. Informationen zu einem politischen Rahmenprogramm folgen demnächst hier.