Kurzes Statement zum Vorwurf seitens der FDP Trier

Liebe FDP,

wir schwören dir, dass unsere Gruppe mit der Beschädigung deiner Wahlkampfplakate nichts zu tun hat. Zugegeben, ein kleines schadenfreudiges Lächeln konnten wir uns natürlich nicht verkneifen. Denn wie du sicher weißt halten wir den Kapitalismus generell und die von euch vertretene Marktorthodoxie im Besonderen für eine extrem menschenfeindliche Veranstaltung. Daher sind wir sowieso nicht ganz überzeugt von dieser Bundestagwahl und bevorzugen die soziale Revolution. Wenn das aber bis Ende September nichts wird wünschen wir dir trotzdem einen erfolglosen Kampf gegen die 5%-Hürde.

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Bundestagswahl: Überblick zu den Direktkandidaten der NPD Trier

Zur Bundestagswahl am 22. September kandidiert die NPD in Rheinland-Pfalz in zwölf Wahlkreisen. Mit Safet Babic, Erich Krames und Jens Wilhelm sind drei der Direktkandidaten im Kreisverband Trier aktiv. ‚Bundestagswahl: Überblick zu den Direktkandidaten der NPD Trier‘ weiterlesen

Antifaschistischer Aktionstag in Koblenz

Am Samstag, dem 24. August, findet in Koblenz ein antifaschistischer Aktionstag der Initiative Kein Vergessen statt. Die Initiative Kein Vergessen hat sich gegründet, um an den Mord an Frank Bönisch am 24. August 1992 zu erinnern.

Im Rahmen des Aktionstages wird es eine antifaschistische Demonstration, ein Open Air mit Redebeiträgen und Musik sowie eine Antifaschistische Afterparty geben.

Informationen zu einer gemeinsamen Anreise aus Trier werden wir zeitnah hier veröffentlichen.

Weitere Infos zum Aktionstag am 24. August findet ihr hier.

Audio-Mitschnitt: „Die Extreme Rechte in Europa in Zeiten der Krise“

Auf Einladung der Autonomen Antifa Trier und mit Unterstützung des Antirass Referats der Uni Trier sowie dem Multikulturellen Zentrum kam Jörg Kronauer am 03.06 nach Trier um zum Thema zu reden. Nun ist auch der Mitschnitt der Veranstaltung online.

Jörg Kronauer - Die Extreme Rechte in Europa in Zeiten der Krise

In der Krise erstarkt die extreme Rechte in mehreren Staaten Europas. Parteien der extremen Rechten erzielen neue Wahlerfolge und erreichen teilweise zweistellige Resultate; rassistische Agitation führt zu neuen Gewaltwellen gegen Migrantinnen und Migranten. Der rapide Aufstieg von Organisationen wie der offen neofaschistischen Partei “Golden Dawn” in Griechenland oder “Jobbik” in Ungarn lässt beinahe
schon vergessen, dass in Ländern wie Italien, Österreich und Belgien Parteien schon seit langem Erfolge feiern, die weithin als “rechtspopulistisch” bezeichnet werden, jedoch ebenfalls klare Bezüge
zur extremen Rechten aufweisen. Der Vortrag liefert einen Überblick über die bedeutendsten Kräfte der extremen Rechten in Europa, über ihre politischen Konzeptionen und Strategien – und darüber, wie sie von der Krise profitieren.

 

Audio-Mitschnitt: „Die große Entwertung – Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursachen der Krise sind“

Endlich online ist der Mitschnitt unserer Veranstaltung „Die große Entwertung – Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursachen der Krise sind“ mit Norbert Trenkle. Auf Einladung der Autonomen Antifa Trier und mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Rheinland-Pfalz stellt Trenkle sein gleichnamiges Buch am 21. Mai 2013 im Multikulturellen Zentrum vor.

Norbert Trenkle - Die große Entwertung

Die öffentliche Debatte über die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise zeichnet sich durch allgemeine Verwirrung aus: Der Volkszorn von links bis rechts macht wahlweise die »gierigen Banker« oder die »faulen Südländer« verantwortlich; die politische Klasse agiert wie ein Hobbyklempner, der hier und da ein paar Rohre flickt, während der Keller voll Wasser läuft; und die ehrlicheren Vertreter_innen der Volkswirtschaftslehre geben offen zu, dass ihre Disziplin vollkommen ratlos ist. Tatsächlich jedoch stellen sich die Ursachen der Krise, kritisch betrachtet, alles andere als rätselhaft dar. Das jahrzehntelange Aufblähen des Finanzüberbaus ist keinesfalls die Ursache der gegenwärtigen Kalamitäten, sondern stellte selbst wiederum den Versuch dar, eine fundamentale Strukturkrise aufzuschieben, die bereits in den 1970er Jahren ihren Ausgangspunkt hat. Der damals einsetzende Produktivkraftschub der dritten industriellen Revolution hat die Grundlagen der Kapitalverwertung unwiderruflich untergraben: die Vernutzung von lebendiger Arbeitskraft in der Produktion von Waren. Die Akkumulation von fiktivem Kapital an den Finanzmärkten verhalf dem kapitalistischen Weltsystem zwar noch einmal zu einem letzten großen Schub, doch der beruhte auf dem Ansaugen von zukünftigem Wert. Dieser Vorgriff auf die Zukunft stößt jetzt an seine Grenzen und es zeigt sich: Die Gesellschaft ist zu reich für den Kapitalismus.

Norbert Trenkle ist Mitglied der Gruppe Krisis und hat zusammen mit Ernst Lohoff das Buch »Die große Entwertung. Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind« (Unrast Verlag 2012) geschrieben.

05.07 – 80 Jahre Antifaschistische Aktion

Am Freitag, den 05.07, laden wir um 18 Uhr zu einem Vortrag zur Geschichte der Antifaschistischen Aktion mit Bernd Langer ins Mehrgenerationenhaus (Balduinstraße 6) ein.

Wer an einer Aktion gegen Nazis teilnimmt oder sich mit der heutigen undogmatisch-linksradikalen Bewegung in der BRD beschäftigt, wird unweigerlich auf das Symbol der Antifaschistischen Aktion stoßen. Die rote und schwarze Fahne im Kreis ist hier in den letzten 30 Jahren zu einem der weitverbreitetsten Symbole geworden, das zumindest irgendwie für militante antifaschistische und revolutionäre Politik steht.

Sein Ursprung reicht zurück bis ins Jahr 1932, als am 10. Juli auf Initiative der KPD die historische Antifaschistische Aktion gegründet wurde, die den gemeinsamen Kampf aller linken Kräfte gegen den bedrohlich erstarkenden Nationalsozialismus propagierte, der ein halbes Jahr später an die Macht gelangen sollte.

Bernd Langer aus Berlin, Autor der kürzlich veröffentlichten Broschüre „80 Jahre Antifaschistische Aktion“, der Anfang der 1990er als Aktivist der Göttinger Autonomen Antifa (M) maßgeblich an den Organisierungsdebatten der gegenwärtigen Antifa-Bewegung beteiligt gewesen ist und als Teil des Kollektivs Kunst und Kampf ihre Ästhetik mitgeprägt hat, wird inhaltliche und strategische Kontinuitäten und Brüche der Antifa-Bewegungen in Deutschland von der Weimarer Republik bis heute nachzeichnen. Im Anschluss wird Platz für Nachfragen und Diskussion sein.

the future is unwritten – globale Bewegungsfreiheit ermöglichen, Kapitalismus überwinden

Wie ihr vermutlich schon gehört habt wird am 08.06 eine Demonstration in Trier für globale Bewegungsfreiheit und Bleiberecht von Flüchtlingen stattfinden. Starten wird die Demo um 14 Uhr vor der „Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende“ in der Dasbachstraße 19. Vom Hauptbahnhof empfehlen wir die Buslinie 85 oder 86 bis zur Haltestelle Nells-Park.

Unseren Aufruf zu der Demo findet ihr hier. Den gibt es nun auch in einer englischen Version, die im Folgenden dokumentiert wird.

The future is unwritten – afford global freedom of movement – get over capitalism
20 years ago, CDU/CSU and SPD resolved the asylum-compromise and with that the factual abolition of the right of asylum in Germany. This was a respond to the nationwide pogroms of Nazis and citizens which addressed to all asylum seekers during the revitalisation of ethnic community. One example for this might be Rostock-Liechtenhagen: For 4 days, Nazis rioted against asylum while local residents applauded and actively supported. Finally the Nazis set fire to the asylum – police did not intervene. Only coincidentally there were no dead people during this excess. An other example might be Solingen, where 5 people died and several got grievously injured during an arson attack on the house of family Genç in 1995. But instead of proceeding against racism in the so called middle/ mainstream of society a “spate of asylum seekers” got constructed as natural catastrophe in public discussion, which finally served as legitimation of the factual abolition of the right of asylum. In current discourse, not the German pack and its racism and nationalism but the asylum seekers were to be blamed for the pogroms and thus, they were intended to vanish. German inversion of committer and victim reloaded. Today, 20years later, nothing really improved. Europe’s borders are highly protected and thousands of asylum seekers lose their lives while trying to reach a better one. If they make it to Europe despite all haressments, they’ll get worn out by so called safe-third-country regulation , residential obligation , prohibition of labour , bureaucracy and police. Only in 1% of all cases, asylum requests get accepted as reasonable. In the best case, the majority expects a temporary suspension of deportation, in the worst case a life in illegality or deportation back in even bigger misery.

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Montag, 03.06 – „Die Extreme Rechte in Europa in Zeiten der Krise“

Am Montag, den 03.06., kommt Jörg Kronauer zu uns um einen Vortrag über die Entwicklungen in der extremen Rechten in Europa zu halten. Starten wird das Ganze um 18 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Balduinstraße 6. Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Autonomen Antifa Trier mit dem Antirass Referat des AStAs und dem Multikulturellen Zentrum.

In der Krise erstarkt die extreme Rechte in mehreren Staaten Europas. Parteien der extremen Rechten erzielen neue Wahlerfolge und erreichen teilweise zweistellige Resultate; rassistische Agitation führt zu neuen Gewaltwellen gegen Migrantinnen und Migranten. Der rapide Aufstieg von Organisationen wie der offen neofaschistischen Partei „Golden Dawn“ in Griechenland oder „Jobbik“ in Ungarn lässt beinahe
schon vergessen, dass in Ländern wie Italien, Österreich und Belgien Parteien schon seit langem Erfolge feiern, die weithin als „rechtspopulistisch“ bezeichnet werden, jedoch ebenfalls klare Bezüge
zur extremen Rechten aufweisen. Der Vortrag liefert einen Überblick über die bedeutendsten Kräfte der extremen Rechten in Europa, über ihre politischen Konzeptionen und Strategien – und darüber, wie sie von der Krise profitieren

21.5 – „Die große Entwertung“

Vortrag und Diskussion mit Norbert Trenkle. Dienstag, 21.Mai um 19:30 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Balduinstrasse 6

Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind

Die öffentliche Debatte über die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise zeichnet sich durch allgemeine Verwirrung aus: Der Volkszorn von links bis rechts macht wahlweise die »gierigen Banker« oder die »faulen Südländer« verantwortlich; die politische Klasse agiert wie ein Hobbyklempner, der hier und da ein paar Rohre flickt, während der Keller voll Wasser läuft; und die ehrlicheren Vertreter_innen der Volkswirtschaftslehre geben offen zu, dass ihre Disziplin vollkommen ratlos ist. Tatsächlich jedoch stellen sich die Ursachen der Krise, kritisch betrachtet, alles andere als rätselhaft dar. Das jahrzehntelange Aufblähen des Finanzüberbaus ist keinesfalls die Ursache der gegenwärtigen Kalamitäten, sondern stellte selbst wiederum den Versuch dar, eine fundamentale Strukturkrise aufzuschieben, die bereits in den 1970er Jahren ihren Ausgangspunkt hat. Der damals einsetzende Produktivkraftschub der dritten industriellen Revolution hat die Grundlagen der Kapitalverwertung unwiderruflich untergraben: die Vernutzung von lebendiger Arbeitskraft in der Produktion von Waren. Die Akkumulation von fiktivem Kapital an den Finanzmärkten verhalf dem kapitalistischen Weltsystem zwar noch einmal zu einem letzten großen Schub, doch der beruhte auf dem Ansaugen von zukünftigem Wert. Dieser Vorgriff auf die Zukunft stößt jetzt an seine Grenzen und es zeigt sich: Die Gesellschaft ist zu reich für den Kapitalismus.

Norbert Trenkle ist Mitglied der Gruppe Krisis und hat zusammen mit Ernst Lohoff das Buch »Die große Entwertung. Warum Spekulation und Staatsverschuldung nicht die Ursache der Krise sind« (Unrast Verlag 2012) geschrieben.
Eine Veranstaltung der Autonomen Antifa Trier in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung und dem Multikulturellen Zentrum Trier

Antifa Kneipe mit Mobi-Vortrag zum Antifa Camp in Weimar

Am Freitag, 17. Mai, findet um 19 Uhr die nächste Antifa Kneipe statt. Es wird einen Mobi-Vortrag zum Antifa-Camp in Weimar geben. Los geht’s um 19 Uhr, der Vortrag beginnt um 20 Uhr.