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Mai 31

Festival contre le racisme

Posted on Montag, Mai 31, 2010 in Allgemein

In der Woche vom 7.-11. Juni organisiert das Referat für Antirassismus, Antifaschismus und Antidiskriminierung eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des festival contre le racisme.

* Montag, 07. Juni 2010, 20:30 Uhr in HS2
Filmvorführung: Ein Augenblick Freiheit

Ein Film über iranische Menschen auf ihrer beschwerlichen Flucht nach Europa

* Dienstag, 08. Juni 2010, 18:00 Uhr in B21
Vortrag: Europa von rechts – Eine Bestandsaufnahme über die extreme Rechte in Europa

von Jörg Kronauer mit Unterstützung des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland
In Kooperation mit dem Referat ausländischer Studierender

* Mittwoch, 09. Juni 2010, 18:00 Uhr in B21
Vortrag: Antikapitalismus von rechts – über die Nationalisierung der sozialen Frage

von Jan Henning Schmitt mit Unterstützung des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland

* Donnerstag, 10. Juni 2010, 18:00 Uhr in A8
Vortrag: Frauen in der extremen Rechten – Eine Bestandsaufnahme

von Kerstin Reichel dem autonomen feministischen Frauen- und Lesbenreferat

* Freitag, 11. Juni 2010
Grillen gegen Deutschland!

Ein antinationaler Grillabend zum Abschluss
Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben

Mai 6

Hello Stadtrat, hier spricht die Antifa

Posted on Donnerstag, Mai 6, 2010 in Allgemein

Nur ein Randproblem?

Im Zuge des Antrags „Toleranz konsequent umsetzen“ , der in der Stadtratssitzung am 11. Mai diskutiert werden soll, ist eine Debatte über den Umgang bzw. Nicht-Umgang mit Nazis in Gestalt der NPD im Stadtrat entbrannt. Das Papier, dass von SPD, Grüne, UBM und der Linken, getragen wird, soll ein klares Zeichen gegen „rechtsextremistische“ Umtriebe sein und der Eindämmung von rechten Straftaten in Trier dienen. Immerhin der Versuch einer bislang ausgebliebenen Auseinandersetzung des Stadtrats mit dem Wahlerfolg der NPD, bei den Kommunalwahlen im vergangenem Jahr. Die ersten, eher symbolischen und längst überfälligen Schritte zu einem adäquaten Umgang mit Nazis in Trier, sind der örtlichen FDP und insbesondere der CDU wohl schon zu viel.

So äußert sich Gilles, Fraktionschef der FDP, diese Aufmerksamkeit könne den Nazis dienen und der Fokus solle doch auch auf die „Gefahr des Linksextremismus“ setzten. Wie ein Konzept, dass der Toleranz und Weltoffenheit dienen soll, den Nazis einen Nutzen einbringen kann bleibt jedoch offen. Außerdem finden wir es bemerkenswert, wie man im gleichen Atemzug ein Konzept gegen Nazis ablehnen und eines gegen „Linksextremismus“ fordern kann. Lehnt sich diese Äußerung doch dem Bild der sogenannten „Extremismustheorie“ an. In dieser wird die Vorstellung einer demokratischen Mitte, frei von rassistischen, sexistischen, homophoben, antisemitischen und anderen menschenverachtenden Einstellungen propagiert. Diese Einstellungen wären nach dieser Theorie nur im „rechtsextremistischen“ Lager zu finden. „RechtsextremistInnen“ werden als abgekoppelte Bevölkerungsgruppe angesehen, die sich am Rand der Gesellschaft bewegen. Oft wird sie als Jugend- und Gewaltproblem abgetan und damit relativiert. Darüber hinaus ist die Vorstellung, dass die demokratische Mitte frei von Elementen der Nationalsozialistischen Ideologie, ist vielfach widerlegt. Dazu verweisen wir auf die Leipziger Forscher Decker & Brähler und Wilhelm Heitmeyer, nach denen Rassismus, Antisemitismus, völkischer Nationalismus, autoritäre Ordnungsvorstellungen und sexistische Rollenzuweisungen, für weite Teile der Bevölkerung konsensfähig sind, unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildungsgrad, Einkommensverhältnissen oder Parteipräferenz also quer durch die Mitte der Gesellschaft.
Die Gleichsetzung der FPD von links und rechts ignoriert inhaltliche Positionen und Einstellungen, die faktisch grundlegend verschieden sind. Dadurch werden insbesondere menschenverachtende Einstellungen in der Tradition des Nationalsozialismus relativiert.

“Ohne die Massendemos wäre die NPD nicht in den Stadtrat gekommen”

Der hier unterstellte Zusammenhang, dass antifaschistisches Engagement neonazistisches Gedankengut fördert ist falsch. Die von Adams (Fraktionsvorsitzender der CDU) geäußerte Stellungnahme führt zu einer Kultur des Totschweigens. Eine notwendige inhaltliche Analyse der Nazi-Positionen bleibt aus und es folgt eine pure Ausgrenzung, die wieder in der „Extremismustheorie“ seine Wurzeln findet. Durch Ignoranz der NPD soll deutlich gemacht werden, dass diese Partei nicht demokratisch ist.
Eine kritische Auseinandersetzung mit Inhalten und Ideologie der NPD ist notwendig um deren menschenverachtendes Weltbild aufzuzeigen und deutlich Stellung dagegen zu beziehen. Ignoranz führt auf Dauer zur „Normalisierung“ und damit zur Akzeptanz von neonazistischer Ideologie. Daneben dürfen wir aber auch nicht die potenziellen Opfer vernachlässigen. So ist es unverantwortlich Menschen, die wegen schwerer Körperverletzung angeklagt werden, zu ignorieren. Opfer rechter Gewalt alleine zu lassen und zusätzlich mit solchen Aussagen zu verhöhnen, lehnen wir ab.

Für uns kann es nur einen Weg geben: menschenverachtende Einstellungen und deren Befürworter müssen konsequent benannt werden. Gleichzeitig sehen wir die einzige Möglichkeit darin, die Zustände in denen Neonazis Fuß fassen können zu analysieren, zu kritisieren und sie schlussendlich zu überwinden. Neben dem aktiven antifaschistischen Widerstand ist eine linke Gesellschaftskritik notwendig. Den Verhältnissen, die Nazis einen Nährboden liefern, gilt es entschieden entgegenzutreten.

Autonome Antifa Trier [AAT]
April 2010

Apr 7

8. Mai Wiesbaden – Wer nicht feiert hat verloren!

Posted on Mittwoch, April 7, 2010 in Allgemein

Naziaufmarsch in Wiesbaden am 8.Mai Verhindern!

Nazis blockieren – Keinen Schritt weit am 8. Mai

Am 8. Mai 2010 feiern wir den 65. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands. Zu verdanken ist die militärische Niederzwingung Deutschlands den Westalliierten und der Sowjetunion, deren Präsenz nach dem Krieg von Beginn an auf massiven Widerstand innerhalb der deutschen Bevölkerung stieß.

Die Stationierung – insbesondere der US-Streitkräfte – wurde und wird in großen Teilen der Gesellschaft von antiwestlichen, antiamerikanischen Ressentiments („Yankee go home!“) begleitet.
Die Verlegung des europäischen Hauptquartiers des US-Militärs nach Wiesbaden stößt auf wenig Gegenliebe – dessen sind sich auch die Nazis bewusst und rufen symbolträchtig am 8. Mai 2010 zum Protest gegen die „Besatzung“ durch die Amerikaner auf.
Wer Befreier zu Besatzern verklärt, verkennt nicht nur die historische Leistung des amerikanischen Militärs zur Befreiung Europas vom expandierenden nationalsozialistischen Terror, sondern inszeniert Deutschland zum Opfer angloamerikanischer Fremdbestimmung.
Der Verklärung der Befreier zu Besatzern ist die Konstruktion eines Deutschlands immanent, das einer nationalen Entmündigung unterliege.

Dem treten wir entgegen – Entschieden gegen Antiamerikanismus und Geschichtsrevisionismus, gegen die Stilisierung der deutschen Volksgemeinschaft zum kollektiven Opfer, gegen die geistigen Enkel der antisemitischen und völkischen Vernichtungsideologie.
Dem Versuch der Nazis am 8. Mai durch Wiesbaden zu laufen, ist mit aller Kraft entgegenzuwirken. Der Aufmarschversuch der Nazis muss zum Desaster werden.

Feb 24

Zugtreffpunkt – Zweibrücken

Posted on Mittwoch, Februar 24, 2010 in Allgemein

Um eine geschlossene Anfahrt zu den antifaschistischen Akionen in Zweibrücken zu ermöglichen, gibt es einen Zugtreffpunkt:

13.3.2010 um 7:15 Trier Hbf (Abfahrt 7:30Uhr Gleis 11 Süd)

Feb 2

Opfermythen eintüten – Nazis in der Pfeife rauchen

Posted on Dienstag, Februar 2, 2010 in Allgemein

Am Samstag, dem 13.März.2010 hat der “Nationale Widerstand Zweibrücken”, wie jedes Jahr, einen „Trauermarsch zum Gedenken an die Opfer des alliierten Bombenterrors in Zweibrücken“ angemeldet.
Hintergrund ist der Beschuss Zweibrückens im 2. Weltkrieg durch die Royal Canadian Airforce am 14.März 1945. Dabei wurde die Stadt zu mehr als 80% zerstört. Diese Zerstörung wurde zum „Trauma“ der Stadtgeschichte – wobei die Ursachen und Vorläufe bis zur Bombardierung wohlweislich ausgeblendet werden.

Dazu gibt es bereits einen Aufruf der ZWAntifa und ein Mobilisierungsvideo

Feb 2

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage in 3 Fällen gegen Babic

Posted on Dienstag, Februar 2, 2010 in Allgemein

Die Staatsanwaltschaft Trier hat Anklage in drei Fällen gegen den Trierer NPD-Chef Safet Babic erhoben. Ihm wird vorgeworfen am 8. Mai, dem Tag der Befreiung, Leiter einer unangemeldeten Versammlung auf dem Trierer Hauptfriedhof gewesen zu sein, in deren Verlauf die Verbrechen des Naziregimes verharmlost wurden.
An diesem, laut Babic, „Tag der Niederlage“ versammelten sich 20-30 Nazis, darunter Mitglieder der Kameradschaft Zweibrücken, um einen Kranz zum Gedenken an die Opfer des „Bombenholocausts“ niederzulegen und das komplette Deutschlandlied zu singen. Die Veranstaltung wurde jedoch von der Polizei beendet, die dann die Personalien der TeilnehmerInnen aufnahm. Dies erfüllt gleich zwei Tatbestände, nämlich Volksverhetzung und Verstoß gegen das Versammlungsgesetz.
Außerdem wird Babic vorgeworfen, in der Nacht vom 18. Mai zusammen mit 7 weiteren Nazis an einem Übergriff auf 3 AntifaschistInnen beteiligt gewesen zu sein, in dessen Verlauf eines der Opfer wegen einer schweren Gehirnerschütterung mehrere Tage stationär behandelt werden musste . Die beiden anderen AntifaschistInnen konnten fliehen. Der Schlägertrupp lauerte gezielt seinen Opfern in einer Seitenstraße auf und stürmte auf sie zu, als sie diese passierten. Zunächst behauptete Babic, er und seine Gefolgschaft hätten sich nur gegen die angeblichen Angreifer in Form von 3 AntifaschistInnen gewehrt. Später nahm er diese Aussage zurück und berief sich auf das „Jedermanns-Festnahmerecht“. Er behauptete die AntifaschistInnen dabei beobachtet zu haben, wie sie Plakate der NPD beschädigt hätten. Wie er aber erklärt, warum zu einer „Jedermanns-Festnahme“ eine gefährliche Körperverletzung und eine anschließende Flucht der TäterInnen gehört, bevor die Polizei eintraf , bleibt offen.
Noch am selben Abend wurden 4 verdächtige Nazis, darunter Safet Babic, und zwei weitere NPD-Kader, festgenommen. Die Anklage in dieser Sache lautet gefährliche Körperverletzung. Ab einer Strafe von 3 Monaten droht dem Stadtratsmitglied Babic auch ein Außschluss aus dem Rat in Trier.
Dies ist zu hoffen, denn fraglich bleibt ob der Rat unter OB Klaus Jensen endlich kompetent im Umgang mit Babic wird. Wer nach der von Babic erzwungenen Wiederholung der Ausschusswahlen immer noch an einer sturen Ignoranz der geltenden Rechtslage festhält, darf sich nicht wundern, wenn vor jeder Sitzung die Tagesordnung aus den rechtsextremen Reihen angezweifelt wird und die Dezernentenwahl fast verhindert wurde. Eine gründlichere Vorbereitung der Sitzungen durch den OB und das Einstellen auf vorhersehbare Angriffe von Safet Babic sollte eine Grundvoraussetzung für den Umgang mit Nazis im Stadtrat sein. Zumal Herrn Jensen zur Bewältigung dieser Aufgabe ein großer Verwaltungsapparat den Rücken stärkt.
Diese Ereignisse reihen sich ein in eine Kette von Vorfällen. Im Zuge des Wahlkampfes zum Trierer Stadtrat kam es vermehrt zu rechtsextremen Angriffen auf AntifaschistInnen wie z.B. eine Vergewaltigungsdrohung oder eine gezielte Hetzjagd von AntifaschistInnen durch die Stadt. Hierzu sei auf die Chronik und den Pressespiegel verwiesen.
AAT (Autonome Antifa Trier)

NPD im Trierer Stadtrat
Gefährliche Körperverletzung (§224 StGB)
Jedermanns-Festnahmerecht
Pressespiegel und Chronik